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Rahmenbedingungen

Unsere pädagogische Arbeit orientiert sich am Gesetz zur frühen Bildung und Förderung von Kindern (Kinderbildungsgesetz - KiBiz).
Beschlossen vom Landtag Nordrhein-Westfalen am 25. Oktober 2007.
Die Förderung des Kindes in seiner Persönlichkeit, Selbstständigkeit, der sozial - emotionalen Bedürfnisse und der geistigen Entwicklung in alters angemessener Weise, sowie die Beratung und Information der Eltern, sind von wesentlicher Bedeutung.

Lebensorientierter Ansatz, psychomotorischer Ansatz

Im Wandel der Kindergartenpädagogik Anfang der 70er Jahre vollzog man den Wechsel vom funktionsbezogenen Curriculum zum situationsbezogenem Curriculum.
Ansatzpunkt ist die nicht bestimmbare Zukunft. Globale Strukturen prägen die Gesellschaft und das tägliche Leben.
Daher sollen schon Kinder gegenwärtig frühzeitig lernen, intelligent mit knappen Ressourcen umzugehen, selbstständig zu handeln, Unternehmergeist zu entwickeln ohne Verzicht auf Lebensqualität und soziale Eingebundenheit.
(Jürgen Zimmer, Kleines Handbuch zum Situationsansatz 2000 Beltz)

Unser Bildungsbegriff ist in Anlehnung an P. Saul Robinsohn (1971) formuliert.
In ihm stehen Sicherheit und Kontinuität auf der einen Seite und Entdeckung, Produktivität und Offenheit auf der anderen Seite.
Unsere konkrete pädagogische Arbeit beruht auf dem lebensbezogenen Ansatz nach Professor Norbert Huppertz. Im Mittelpunkt des lebensbezogenen Ansatzes steht das Kind mit seinen Erziehungs- und Bildungsbedürfnissen.
Wir leben mit dem Kind gesellschaftlich und unter realen Bedingungen zusammen.
„Wo Kinder wirklich leben, lernen und sich bilden – da tun sie es ganz und er-lebend“
(Huppertz, Erleben und Bilden im Kiga., Freiburg 1995)

Der Kindergarten hat einen eigenständigen Bildungsauftrag.
In unserer Einrichtung wird jedes Kind bildungsfördernd begleitet. Wir bieten die Basis, die Kinder mutig, fantasievoll, neugierig und eigenständig ihre Welt erkunden lässt.
Wir leisten in unserer Tageseinrichtung eine zielgerichtete Bildungsarbeit durch die beobachtende Wahrnehmung des Kindes. Uns geht es darum festzustellen, was das Kind tut und wie es das tut. Wir sehen die Leistung des Kindes und arbeiten mit ihnen.
Die beobachtende Wahrnehmung wird schriftlich fixiert und für die pädagogische Intervention ausgewertet. Das Ziel ist es, den Bildungsprozess des Kindes bis zur Schulfähigkeit zu unterstützen. Die Schulfähigkeit umfasst sechs verschiedene Teilbereiche sozial, emotional, motorisch, sensorisch, sprachlich und kognitiv. Diese sechs Bereiche sind nicht isoliert, sondern beeinflussen sich gegenseitig.
Für die zukünftigen Schulkinder werden besondere Projekte am Nachmittag innerhalb und außerhalb der Tageseinrichtung durchgeführt.
Wir erstellen fortlaufend – auf der Grundlage der Einverständniserklärung der Eltern - eine Bildungsdokumentation für das einzelne Kind. Auf diese Weise entsteht ein ganzheitlicher positiver Blick auf das Kind, der Grundlage für die Planung pädagogischer Angebote und Basis gelingender Elterngespräche ist. Diese Entwicklungsgespräche finden zweimal im Jahr statt, nach Bedarf auch öfter.
Zum Ende der Kindergartenzeit übergeben wir den Eltern die über das Kind erstellte Bildungsdokumentation.

Insbesondere fördern wir im Rahmen der inklusiven Pädagogik die Darstellung der Heterogenität als Normalität. Unsere Kindertageseinrichtung hat die Erziehungs- und Bildungsbedürfnisse aller Kinder zu befriedigen. Für uns bindende Begriffe sind Gleichbehandlung, Gleichberechtigung, Gemeinschaft, Teilhabe, Anerkennung von Vielfalt, Hilfsbereitschaft und Nachhaltigkeit. Die Zusammenarbeit mit der Grundschule orientiert sich an den Vorgaben aus § 14 Kinderbildungsgesetz.
Dazu gehören:
• eine kontinuierliche gegenseitige Information über die Bildungsinhalte
• regelmäßige gegenseitige Hospitation
• gemeinsame Informationsveranstaltung für die Eltern
• gemeinsame Konferenzen zur Gestaltung des Übergangs in die Schule

Konkret besuchen die Vorschulkinder der Tageseinrichtung eine Unterrichtsstunde in der Hellweggrundschule. Der gemeinsame Elternabend findet für die Eltern der vierjährigen Kinder statt. Die Vorschulkinder werden zur Spielbeobachtung in die Schule eingeladen. Im Rahmen der Sprachstandsfeststellung (Delphin 4) werden in der Tageseinrichtung von einer Erzieherin und einer Grundschulpädagogin Daten ermittelt und an das zuständige Schulamt weitergeleitet.

Die Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt orientiert sich an den Vorgaben aus § 10 Kinderbildungsgesetz.
Dazu gehören:
• eine Gesundheitsvorsorgeuntersuchung bei der Aufnahme in die Tageseinrichtung
• Beobachtung und Förderung der gesundheitlichen Entwicklung in der Tageseinrichtung
• Durchführung ärztlicher und zahnärztlicher Vorsorgeuntersuchungen

Konkret findet einmal im Kindergartenjahr eine vom Gesundheitsamt durchgeführte zahnärztliche und allgemein ärztliche Untersuchung statt.
Die Untersuchungsergebnisse dienen dem Erkennen des allgemein medizinischen Zustandes und der zukünftigen Entwicklung.
Unter Anleitung einer Fachkraft vom Gesundheitsamt wird zweimal im Jahr eine Aktion zum Thema „gesunde Ernährung“ durchgeführt und die richtige Handhabung des Zähneputzens erklärt.